Das Monitoringprogramm

Im Rahmen des Förderprogrammes für stationäre und dezentrale Batteriespeicher ist die Teilnahme an einem wissenschaftlichen Monitoringprogramm für alle geförderten Anlagenbetreiber verpflichtend. Das Monitoringprogramm erfasst dabei in einem mehrstufigen Prozess die wichtigsten Anlagen- und Betriebsdaten der geförderten Solarstromspeicher und wertet diese anonymisiert aus. So können die Effekte der Fördermaßnahmen auf den Markt sowie die Auswirkungen der Speicher auf das Stromnetz von Anfang an evaluiert werden um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Das Monitoringprogramm gliedert sich in drei Phasen:

 

 

  • Basis Monitoring
  • Standard Monitoring
  • Intensiv Monitoring

Alle im Rahmen des Marktanreizprogrammes geförderten PV-Speicheranlagen müssen auf der Website www.speichermonitoring.de registriert werden um Anspruch auf einen Tilgungszuschuss zu erhalten. Im Verlauf des Registrierungsprozesses werden dabei anonymisiert die technischen Daten der Anlagen erhoben und wissenschaftlich aufbereitet. Dazu gehören:

  • PV-Anlagegröße und Installationsdatum
  • Komponenten des Speichersystems, Batterietyp, nutzbare Speicherkapazität
  • Stromverbrauch und aktueller Strompreis des Haushalts
  • Die geografische Verteilung der geförderten Speichersysteme

Die wissenschaftliche Auswertung des Basismonitorings soll Aufschluss über die Akzeptanz des Marktanreizprogrammes, die Verbreitung von Batteriespeichern sowie die Leistungsdaten der geförderten Speichersysteme bringen. Bei der Erhebung und Analyse der Daten durch die Monitoringbeauftragten des Instituts für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen wird jederzeit ein Höchstmaß an Datenschutz sichergestellt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden sie hier.

Von Mitte 2014 bis Mitte 2016 werden bis zu 2.000 der registrierten Haushalte aufgefordert, monatlich anonymisiert ihre Zählerstände über ein Onlineformular in die Datenbank einzutragen. Durch die Analyse der Energieflüsse können Rückschlüsse auf die Betriebsführung der Systeme unter realen Bedingungen gezogen werden. Von besonderem Interesse sind dabei:

  • Die Eigenverbrauchsquote und der Autarkiegrad der Haushalte mit Speichersystemen
  • Die Wirkungsgrade verschiedener Batteriespeicher und Systemtopologien
  • Betriebserfahrungen und eventuelle Störungsmeldungen

Die gesammelten Daten werden wissenschaftlich aufbereitet und den teilnehmenden Anlagenbetreibern zur Verfügung gestellt. So können diese die Leistung ihrer PV-Anlage und ihres Speichersystems monatlich nachverfolgen und anonymisiert mit anderen Anlagen in Deutschland und ihrem Postleitzahlbereich vergleichen. Das Standard Monitoring steht grundsätzlich allen registrierten Nutzern offen, die ein Interesse an einem professionellen Monitoring Ihrer Betriebsdaten haben und sich im Gegenzug dazu bereit erklären, Ihre Zählerstände regelmäßig und gewissenhaft einzutragen. 

Ab Ende 2014 werden deutschlandweit die PV-Speichersysteme von 20 Haushalten durch das Institut für Stromrichtertechnik und elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen mit hochauflösenden Messinstrumenten ausgestattet. So können sekundengenau die Energiemanagementstrategien der einzelnen Solarstromspeicher nachvollzogen und ihre Effekte auf das Stromnetz quantifiziert werden. Teilnehmenden Anlagenbetreibern werden ihre aufbereiteten Anlagendaten über eine nur für sie zugängliches Webportal live zur Verfügung gestellt. Zu den sekündlich erfassten Größen zählen unter anderem:

  • Einstrahlung und Erzeugungsleistung der PV-Anlage
  • Alle Energieflüsse des PV-Speichersystems
  • Ladezustand der Batteriespeicher
  • Einfluss der Energiemanagementstrategien auf die Niederspannungsnetze

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme am Intensivmonitoring haben, nutzen Sie bitte das Kontaktformular ("Kontakt" am Ende dieser Seite) und geben sie dabei ihre Postleitzahl sowie die Leistungsdaten ihrer PV-Anlage und Ihres Speichersystems an. Die Meldung als Interessent erfolgt dabei grundsätzlich unverbindlich; die Monitoringbeauftragten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie werden Sie bei einer Vormeldung im Verlaufe des Jahres mit weiteren Details per E-Mail kontaktieren.

Die Ergebnisse der unterschiedlichen Phasen des Monitoringprogramms werden in jährlichen Berichten zusammengestellt und liefern eine solide Grundlage zur Bestimmung des Status von netzgekoppelten PV-Speichern in Deutschland. Sie geben Hinweise zur bedarfsgerechten Anpassung der Förderrichtlinien und zu marktrelevanten Weiterentwicklungen der Technologie. Der erste Jahresbericht wird im März 2015 unter anderem auf dieser Website veröffentlicht.